Antrag zu Kurzumtriebsplantagen (KUP)

Elke März-Granda

An den
Stadtrat Landshut
Rathaus
84028 Landshut

Landshut, den 28.01.2020

Antrag zu Kurzumtriebsplantagen (KUP)

Die Stadtwerke werden gebeten zu prüfen, ob sie nicht zukünftig für das Biomasse-Heizkraftwerk Material aus regionalen KUP berücksichtigen können. Es würde sich anbieten hierfür Abnahmeverträge mit Landwirten zu schließen, die KUP auf vormals als Acker genutzten Standorten anlegen.

Begründung

KUP sind bisher im Raum Landshut noch sehr wenig verbreitet (einige stehen beispielsweise im Gemeindegebiet von Bruckberg). Aufgrund geringerer Förderung und wegen der höheren Investitionskosten (Pflanzkosten der Kultur) werden sie jedoch viel seltener angebaut als Mais. Allerdings ist im Vergleich zu einjährigen landwirtschaftlichen Kulturen der Anbau von KUP mit entscheidenden ökologischen und klimarelevanten Vorteilen verbunden:

  • Deutlich extensivere Bewirtschaftung von KUP im Vergleich zum klassischen Ackerbau
  • In der Regel erfolgt ein Einsatz von Herbiziden auch im "konventionellen Landbau" allenfalls im Jahr der Anpflanzung und somit ist die Ausbringung von Herbiziden deutlich reduziert
  • Keine Eutrophierung bzw. Nitratauswaschung, da keine oder nur geringe Düngung der Flächen
  • Erhebliche Verringerung der schädlichen Bodenerosion
  • KUP bieten auch im Winter einen Unterstand für das Wild
  • Die Biodiversität von KUP ist im Vergleich der von Ackerflächen komplementär und oftmals wesentlich vielfältiger
  • Effiziente Biotop- und Lebensraumvernetzung durch KUP möglich
  • Als Lebensraum sind KUP erheblich wertvoller als Maisäcker
  • Aufwertung des Landschaftsbilds in ausgeräumten Landschaften
  • Besseres Kleinklima, erhöhte Filterwirkung von Luftschadstoffen, Windschutz umliegender Flächen
  • Die Flächenbewirtschaftung als Energieholzplantage führt zur Humusanreicherung und somit zur Bindung von zusätzlichem CO2 aus der Atmosphäre
  • KUP haben gegenüber Mais ein erheblich höheres Treibhausgas-Vermeidungspotenzial, ersparen also pro Hektar wesentlich mehr schädliche Treibhausgase.
  • Geringe Transportemissionen durch hohe regionale Anbaupotentiale

Mit freundlichen Grüßen

Elke März-Granda


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