Gute Familienpolitik geht anders! Familiengehalt und Jugendtreff gefordert

Pressemitteilung zur Wahlinformationsveranstaltung der ÖDP Essenbach am Donnerstag, 13. Februar 2020 im Gasthaus Bergmüller in Mettenbach

Listenbewerber für die in vier Wochen stattfindende Kommunalwahl kam der ÖDP-Ortsverband in das Gasthaus Bergmüllernach Mettenbach.

Der 1. Vorsitzende und Marktrat Stefan Zellner konnte neben der interessierten Zuhörerschaft auch den ÖDP-Kreisvorsitzenden und Landratskandidaten Lorenz Heilmeier aus Ergoldsbach begrüßen.

Der langjährige Markt- und Kreisrat, der beruflich beim Bezirk Niederbayern beschäftigt ist, berichtete in seinem Grußwort über die aus seiner Sicht unbefriedigende Situation der Kinderbetreuung. "Dass immer mehr Kleinkinder bereits ab dem ersten Lebensjahr einen erhöhten Betreuungsaufwand in den Kindertagseinrichtungen brauchen, sei wirklich besorgniserregend". So steige die Zahl der Kinder, die in einer Krippe eine Eins-zu Eins-Betreuung ärztlich attestiert bekämen, stetig an. In einer Kita betreue eine Erzieherin gemeinsam mit einer Kinderpflegerin normalerweise fünf bis sechs Kinder. Es sei absurd, klagte der Landratskandidat , wenn aufgrund einer verfehlten Familienpolitik in Bayern die Kommunen immer mehr Geld fü die außerfamiläre Kinderbereuung ausgeben und die Mütter und Väter, die ihre Erziehungsarbeit selbst leisten möchten, als Heimchen am Herd bezeichnet würden. Die ÖDP setze sich für eine Familienpolitik ein, bei der das Wohl aller Familienmitglieder im Mittelpunkt stehe, und nicht die Erhöhung des Bruttosozialprodukts zu Lasten der Eltern und ihrer Kinder. Unsere Forderung nach der Einführung eines ordentlichen Familiengehaltes, das eine echte Wahlmöglichkeit für die Eltern darstelle, sei aktueller und notwendiger denn je.

Stefan Zellner, der im derzeitigen Marktrat auch als Jugendberater tätig ist, sprach ein weiteres, familienpolitischesThema an, das auch schon lange eine Herzensangelegenheit der ÖDP im Markt Essenbach sei, nämlich ein öffentlicher Treff für die Jugend.

Schon im Jahr 2004 habe unser damaliger Marktgemeinderat Winfried Wiesnet die Einrichtung eines solchen Jungendtreffs angeregt. Mit der alten Bücherei in Essenbach hätte man dazu einen sehr gut geeigneten Standort gehabt. Aufgrund der damaligen Mehrheitsverhältnisse im Marktrat konnte das Projekt nicht umgesetzt werden. Wir werden uns weiterhin für einen öffentlichenTreffpunkt der Jugend mit professioneller Betreuung einsetzen. Wie wichtig eine solche Einrichtung auch im Markt Essenbach sei, konnte Sozialpädagogin Manuela Ziegler augrund ihrer täglichen Arbeit mit jungen Menschen eindrucksvoll belegen. Die Betreuer einer öffentlichen Jugendeinrichtung könnten ergänzend auch den Jugendleitern in unseren Vereinen bei möglichen Schwierigkeiten zur Seite stehen und die ehrenamtliche Jugendbetreuung noch besser unterstützen.

Aber nicht nur die Kinder und Jugendlichen standen an diesem Abend im Fokus der Veranstaltung. Mit dem langjährigen Altenheimleiter Wolfgang Hiemer habe man einen ausgezeichneten Experten für die Anliegen unserer älteren Mitbürger an Bord. Um die Senioren so lange wie möglich zuhause versorgen zu können, sei eine erweiterte Tagespflegeeinrichung im Markt Essenbach wünschenswert, regte er an. Auch die Arbeit der häuslichen Krankenpflegestation und des Seniorenbeirates im Markt Essenbach wisse man sehr gut zu schätzen. So habe man den Rathauseingang und die Toilettenanlage am Rathausplatz barrierefrei umgestalten können. Die ÖDP-Fraktion habe sich dabei für eine praktikable und kostengünstige Variante der Umbaumaße eingesetzt. Desweitern wurden für die Verbesserung der Mobilität und für die Teilhabe der älteren Mitbürger am öffentlichen Leben, viele gute Vorschläge, wie zum Beispiel die Schaffung eines Ruf- oder Sammeltaxis, unterbreitet.

Die nächste Informationsveranstaltung findet am Montag, den 17. Februar im Bachtalstüberl in Oberwattenbach um am Donnerstag, den 20. Februar

im Gasthaus Luginger in Mirskofen statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.



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