Kinder raus in die Natur! Mit Waldkindergarten den Engpass rasch beseitigen

Wahlinformationsveranstaltung am Freitag, 28. Februar 2020 im Feuerwehrhaus in Artlkofen

Artlkofen. Auf der Vorstellungsrunde der ÖDP durch den Markt Essenbach stand am Freitag die Ortschaft Artlkofen im Mittelpunkt des Geschehens. Nach der Vorstellung der Kandidaten für das Amt als Gemeinderat wurde lebhaft mit den interessierten Zuhörern diskutiert. So wurde auch die im Herbst errichtete Container-Anlage am Artlkofener Kindergarten angesprochen.

Um künftige Engpässe in unseren Kindergärten besser zu vermeiden, sei als Ergänzung der bestehenden Kindertageseinrichtungen die von uns beantrag-te Errichtung eines Waldkindergartens sehr hilfreich und wünschenswert, erklärte Markt- u. Kreisrätin Renate Hanglberger. Sie führte aus, dass bereits seit über 20 Jahren sich dieses Konzept, Kinder in der Vorschulzeit draußen in der Natur verbringen zu lassen, beliebt wie nie sei. Die Waldpä-dagogik biete eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Kindergärten.

Immer mehr Kommunen entdecken die Vorteile eines Waldkindergartens. So sind im Laufe der letzten Jahre im Landkreis Landshut 16 Waldkindergärten entstanden.

Die Reaktionen der Kinder und Eltern sind durchwegs positiv. Sommer wie Winter spielen die Kinder überwiegend draußen in der Natur. Mit der richtigen Kleidung sei dies auch kein Problem.

Mit einem Waldkindergarten bzw. einer Waldkindergartengruppe könnte der Markt Essenbach sein Spektrum an Kinderbetreuungseinrichtungen um ein neues Segment erweitern. „Ein Waldkindergarten bietet eine sehr gute Alternative, um größere Investitionen in Gebäude zu umgehen und die fehlenden Kindergartenplätze möglichst schnell bereitzustellen“, erklärte Hanglberger. „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit unseren Waldbesitzern ein passendes Waldstück finden werden, gab sich die Antragstellerin zuversichtlich.

Dann sei lediglich die Anschaffung eines Bauwagens oder einer Holzhütte notwendig. Die intensiven Naturerlebnisse wirkten der zunehmenden Entfremdung der Bevölkerung zu den natürlichen Lebensgrundlagen und der direkten Einbindung des Menschen in die Umwelt sicherlich entgegen. Angeregt wurde auch eine ergänzende Schulung für das Bauhofpersonal. „

„Im Bauhof werde gute Arbeit geleistet, aber was in Sachen Baumschnitt bei uns im Markt Essenbach gemacht werde, sei aus fachlicher Sicht nicht hinnehmbar“, monierte ein Besucher. Anton Moissl berichtete

über seine langjährigen Erfahrungen über Vögel-Kartierungen in unseren Siedlungsgebieten und in der freien Natur. Dort, wo das Brutplatz- und das Nahrungsangebot noch einigermaßen intakt seien, hätten es unsere heimischen Vogelarten leichter, zu überleben. Gerne setze er sich für die Umsetzung von diversen Verbesserungsmaßnahmen ein, so der passionierte Vogelkundler.



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