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Wunderwelt Kräutergarten

Zu Besuch bei der Kräuterpädagogin Lisa Gürtler in Altheim.

Kürzlich besuchte der ÖDP -Ortsverband Essenbach bei herrlichem Spätsommerwetter den Gemüse- und Kräutergarten von Familie Gürtler in Altheim.

Ein kleines Schild am Gartentor weist uns den Weg: hier lebt eine Kräuterpädagogin in einem wunderschönen Naturgarten. Die Auszeichnung „Naturgarten“ so erklärte der Hausherr Siegfried Gürtler, wird von den Gartenbauvereinen nach Einhaltung von festgelegten Kriterien vergeben. Dass in einem Naturgarten nur natürliche und keine chemischen Mittel zum Einsatz kämen, verstehe sich von selbst. Um die Pflanzen zu stärken und damit vor Schädlingen zu schützen, setzt Gürtler während der Vegetation auch Effektive Mikroorganismen (EM) ein.

Neben bekanntem Gemüse wie Gurken, Tomaten, und verschiedenen Salaten gedeiht im Hausgarten der Familie Gürtler auch das Küttiger Rüebli. Diese alte Gemüsesorte schmeckt roh fast wie Karotten, ist aber deutlich größer und leichter anzubauen.

Unter anderem sind auch Alant, Eibisch und der intensiv duftende Muskatellersalbei in diesem Wundergarten zu finden. Vieles, so die Kräuterpädagogin, was gemeinhin als Unkraut bezeichnet werde, sei eßbar und sehr gesund. So seien sowohl Franzosenkraut, die nach jungem Mais schmeckende Vogelmiere und Brennnessel wertvolle Kräuter. Verwendung finden diese in der Küche vor allem als Salatbeigabe, als Spinatersatz aber auch zum Ansetzen von Pflanzenjauchen für die Düngung. Das wohl am meisten gehasste Unkraut im Garten, der Giersch, schmecke jung lecker und hat viermal Vitamin C als Spinat. Hier sei die Verarbeitung als Pesto empfohlen. Der Samen des Gewürzfenchel wird beim Brotbacken verwendet und die Blätter und Blüten der Kapuzinerkresse verleihen jedem Salat eine leicht scharfe Note. All diese Kräuter sind auch für die Insektenwelt wichtig.

Im Anschluss an den interessanten und äußerst lehrreichen Rundgang durch den Haus- und Kräutergarten wurden die Teilnehmer mit selbstgemachter Giersch-Limonade, Brennessel- Tomaten- und Knoblauchbutter, einem Kapuzinerkresse-Frischkäse und ebenfalls hausgemachten Kräuterstangerln verwöhnt. Renate Hanglberger bedankte sich bei Lisa und Siegfried Gürtler für die kompetente Führung und die köstliche Bewirtung. Gerne nahmen die Teilnehmer das Angebot an, überzählige Jung- und Kräuterpflanzen in den eigenen Garten zu pflanzen.


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